SO ARBEITE ICH

Der Zielsatz gibt die Richtung vor. Nicht den Weg.

Du kommst mit etwas, das sich verändern soll.

Wir klären sehr genau, wie es stattdessen sein soll und gehen mit diesem Ziel in die Sitzung.

Aber ich weiß vorher nicht, woran wir konkret arbeiten werden.

Und genau das ist Absicht.

Ich arbeite mit dem Unterbewusstsein und dem Zentrum als Arbeitsmodell.

Woran gearbeitet wird, entscheidet nicht meine Vermutung.

Was passiert eigentlich in einer Sitzung?

  1. Ziel klären

    Wir klären den finalen Zielsatz: Wie soll es stattdessen sein?

    Dieser Satz wird zum Arbeitsauftrag an das Zentrum.

  2. Ankommen

    Für den Einstieg nutze ich auf Wunsch Elemente aus einer Hypnose-Induktion. Sie können dabei unterstützen, das rationale Mitdenken etwas leiser werden zu lassen.

    Du bleibst dabei ansprechbar und handlungsfähig. Wenn du keine Induktion möchtest, können wir auch ohne sie arbeiten.

  3. Kommunikationsweg finden

    Dann prüfe ich, über welchen Weg das Zentrum bei dir kommuniziert.

  4. Mit dem Zentrum arbeiten

    Wenn der Kommunikationsweg steht, beginnt die eigentliche Arbeit mit dem Zentrum.

  5. Ausleiten

    Am Ende führe ich dich wieder aus der Sitzung heraus.

In meiner Arbeit gehe ich davon aus: Das Zentrum kommuniziert immer.

Meine Aufgabe ist herauszufinden, wie.

Den Begriff ‚Zentrum‘ hat Edwin K. Yager, PhD, für eine Ebene geistiger Fähigkeiten verwendet, die unserem bewussten Denken nicht unmittelbar zur Verfügung steht.

Das Unterbewusstsein ist der Bereich, in dem wir arbeiten. Als Zentrum bezeichne ich in meiner Arbeit die innere Instanz, mit der ich dabei kommuniziere.

Das Zentrum muss sich nicht als Bild oder Figur zeigen.

Am häufigsten zeigt sich die Kommunikation über ein vorgestelltes Medium, zum Beispiel eine Tafel, ein Flipchart oder eine andere innere Fläche, auf der Antworten sichtbar werden.

Antworten können aber auch über Körperempfindungen, kleine unwillkürliche Bewegungen oder andere individuelle Wege ankommen.

Wenn dieser Kommunikationsweg steht, spreche ich mit dem Zentrum. Du bekommst die Antworten und gibst sie an mich weiter. Ich stelle die Fragen, hake nach und führe durch den Prozess.

Ich entscheide dabei nicht, welche Erfahrung, Konditionierung oder welcher andere Teil gerade relevant ist. Und ich versuche auch nicht, dem Zentrum vorzugeben, welche Antwort kommen soll.

Wer entscheidet eigentlich was?

Du

Du bestimmst, was sich für dich verändern soll. Wir formulieren gemeinsam einen Zielsatz, der für dich stimmt.

Du kannst jederzeit nachfragen, eine Pause verlangen oder die Sitzung beenden. Auch wenn im Prozess etwas Unerwartetes auftaucht.

Was du anschließend in deinem Leben entscheidest, bleibt deine Entscheidung.

Ich

Ich halte den Rahmen, höre genau hin und weiß, wann ich nachfragen muss.

Das Zentrum

Das Zentrum liefert die inhaltlichen Antworten und meldet, was im Prozess als Nächstes relevant ist.

Was ich mit Teilen meine

Wenn ich von ‚Teilen‘ spreche, meine ich damit keine inneren Figuren oder Persönlichkeitsanteile.

Gemeint sein können zum Beispiel Erfahrungen, erlernte Reaktionen, Überzeugungen, Konditionierungen, Erwartungen, Schutzreaktionen oder andere Inhalte, die mit dem aktuellen Thema zusammenhängen.

Welche davon relevant sind, entscheide nicht ich.

Yager ist ein Fundament meiner Arbeit. Kein Ablaufplan.

Ich arbeite nicht Sitzung für Sitzung ein festes Protokoll ab.

Ich habe verschiedene Wege zur Verfügung und entscheide im Prozess, welcher davon gerade sinnvoll ist.

Welchen wir brauchen, ergibt sich aus dem, was das Zentrum kommuniziert.

  • über emotionale Pfade weiter suchen
  • gewünschten Zielzustand erleben und erneut prüfen
  • konkrete Alltagssituationen wieder anschauen
  • Schutz, Ressourcen und körperliche Wahrnehmung einbeziehen

Mich interessiert nicht nur, was aufhören soll.

Mich interessiert genauso: Was soll stattdessen möglich werden?

Deshalb arbeite ich auch mit dem gewünschten Zustand und prüfe im Prozess, was diesem noch entgegensteht.

Ich arbeite am liebsten im Prozess.

Nicht:

Thema. Sitzung. Fertig.

Nächstes Thema. Nächste Sitzung. Fertig.

Wir arbeiten.Du gehst zurück in dein Leben.

Und genau dort zeigt sich, was jetzt anders ist, was noch reagiert und was vielleicht vorher noch gar nicht sichtbar war.

Deshalb weiß ich bei unserer ersten Sitzung nicht, was wir in der dritten machen werden.

Nicht weil wir planlos arbeiten.

Sondern weil dein Leben zwischen den Sitzungen Informationen liefert, die wir vorher noch nicht haben können.

Ich arbeite mit dem Prozess, der sich entwickelt.

Genau deshalb gibt es neben der Arbeit an einer konkreten Stelle auch längere Rahmen, in denen wir mit dem weiterarbeiten können, was sich im echten Leben zeigt.

Der Zielsatz ist kein Versprechen.

Was der Zielsatz nicht verspricht

Ein klarer Zielsatz bedeutet nicht, dass danach exakt der Zustand eintritt, den wir bewusst formuliert haben.

Ich verspreche nicht:

„Wenn dein Ziel Gelassenheit lautet, bist du danach immer gelassen.“

Wie Veränderung sich zeigen kann

Manchmal passiert erstaunlich wenig.

Veränderung zeigt sich nicht immer als großer Moment. Manchmal fällt etwas einfach weg.

  • Vielleicht fällt dir erst später auf, dass eine vertraute Situation diesmal anders gelaufen ist als sonst.
  • Vielleicht nimmt ein Thema plötzlich weniger Raum ein.
  • Vielleicht bemerkst du erst im Rückblick: Da war etwas anders.

Das hier ist kein Selbst­optimierungs­projekt.

Das Ziel ist nicht, eine Frau zu bauen, die immer entspannter, souveräner, produktiver und perfekt reguliert durchs Leben geht.

Was sich zeigt, ist für mich nicht automatisch ein Problem. Es ist zunächst ein Hinweis darauf, was gerade mitläuft.

Funktionieren, Harmonisieren oder Kontrollieren können Fähigkeiten sein. Entscheidend ist, ob du sie wählen kannst oder ob sie automatisch übernehmen.

Was wird wieder verfügbar, wenn etwas nicht mehr so viel Raum einnimmt?

  • Vielleicht eine Entscheidung.
  • Vielleicht ein Nein.
  • Vielleicht Lust auf etwas.
  • Vielleicht Ruhe.
  • Vielleicht etwas ausprobieren, ohne es vorher vollständig abzusichern.

Nicht mehr alles managen.Mehr vom eigenen Leben tatsächlich benutzen.

Vor der Sitzung

  • ungestörter Ort
  • sitzen oder liegen
  • Augen geschlossen während der Arbeit
  • Telefon aus
  • keine Tiere / Unterbrechungen
  • keine erwarteten Lieferungen oder Besucher
  • fit und stabil sein
  • nicht stark erschöpft oder angeschlagen starten

Die Sitzung ist kein Termin für zwischen zwei Termine.

Nach der Sitzung

  • möglichst Zeit lassen
  • ausruhen
  • essen und trinken
  • gut für sich sorgen
  • nicht sofort alles analysieren

Mögliche individuelle Reaktionen können sein:

  • Müdigkeit
  • Ruhe
  • viel Energie
  • körperliche Reaktionen
  • oder gar nichts Auffälliges

Und wenn das Thema wieder auftaucht?

Es bedeutet nicht automatisch: „Die Sitzung hat nicht funktioniert.“

Wenn das Thema wieder auftaucht, schauen wir auf den aktuellen Stand.

Was genau wieder reagiert und ob weitere Arbeit sinnvoll ist, wird dann neu geprüft.

Die nächste Sitzung beginnt dort, wo du dann tatsächlich stehst.

Was meine Arbeit nicht ist.

Ich habe keine Heilerlaubnis. Ich diagnostiziere und behandle keine psychischen Erkrankungen. Ich gebe keine Heilversprechen.

Die Arbeit ersetzt keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.

Bei diagnostizierter psychischer Erkrankung oder laufender psychiatrischer / psychotherapeutischer Behandlung muss vorher geklärt werden, ob die Arbeit passend ist und ob eine Abstimmung mit behandelnden Fachpersonen notwendig ist.

Bei akuter oder starker psychischer Belastung oder dissoziativen Zuständen wird keine reguläre Sitzung durchgeführt.

Nicht alles muss verstanden werden.

Aber im Leben soll etwas anders werden können.

Tiefe, wenn Tiefe nötig ist.

Ansonsten: Leben.

Du musst noch nicht wissen, welcher Rahmen deiner ist.

DER ERSTE SCHRITT

Kostenlos · ca. 20–30 Minuten · online