ÜBER MICH
Ich sehe Muster oft, bevor sie sich sauber in Worte fassen lassen.
Und gleichzeitig kenne ich aus meinem eigenen Leben sehr gut, wie es ist, etwas längst verstanden zu haben und trotzdem wieder ähnlich zu reagieren.
Verstanden ist nicht dasselbe wie verfügbar.
Eine Bewegung verstanden zu haben bedeutet noch nicht, dass dein Körper sie kann.
Ich habe mit den Jahren sehr viel über mich verstanden. Auch über die Stellen, an denen ich immer wieder gleich reagiert habe.
Ich wusste, woher es kam. Ich hätte es jeder anderen erklären können. Und in dem Moment, in dem es darauf ankam, lief trotzdem das Gewohnte.
Klassisches Ballett habe ich vom 5. bis zum 16. Lebensjahr getanzt, zuletzt auf professionellem Ausbildungsniveau an der Heinz-Bosl-Stiftung in München. Danach kamen mehr als zwei Jahrzehnte ALL-AACHT-Kampfkunst, Selbstschutz und Körperarbeit.
Im Ballett wiederholst du eine Bewegung, bis du sie nicht mehr denken musst. In der ALL-AACHT-Kampfkunst merkst du, ob sie auch dann kommt, wenn dich jemand unter Druck setzt. Das ist ein Unterschied, den kein Gespräch ersetzt:
Unter Druck zeigt sich, was tatsächlich verfügbar ist.
Ich sehe viel. Das bedeutet nicht, dass ich automatisch recht habe.
Mein zweiter Weg führt über Informationswissenschaft, Archivwesen und Buchhandel. Dort geht es um das, was ich bis heute in jedem Gespräch mache:
- Information suchen.
- Ordnen und einordnen.
- Zusammenhänge erkennen.
- Relevantes von Nebensächlichem unterscheiden.
- Kontext herstellen.
Im Archiv lernst du schnell: Ein Fund ohne Kontext sagt wenig. Und derselbe Fund kann in einem anderen Zusammenhang etwas ganz anderes bedeuten.
Das prägt bis heute, wie ich zuhöre. Kontext zählt. Ich unterscheide, was wirklich relevant ist und was nur auffällig wirkt. Und ein erstes Muster ist für mich eine Spur, keine Antwort.
Ich erkenne Muster oft schnell. Aber ich möchte aus meiner Wahrnehmung keine Wahrheit über einen anderen Menschen machen.
Ich kann Verbindungen sehen. Ich muss sie dir trotzdem nicht überstülpen.
Irgendwann reichte mir die Frage nicht mehr, was ein Mensch bewusst verstanden hat.
Mich interessierte zunehmend, was dort passiert, wo Reaktionen längst automatisch geworden sind.
Über die somatische Arbeit führte mein Weg immer stärker zu unbewussten Prozessen und schließlich zur Arbeit mit dem Zentrum.
Heute sehe ich meine unterschiedlichen Wege nicht mehr als ungewöhnlichen Lebenslauf. Ich sehe verschiedene Zugänge zu derselben Frage:
Was ist einem Menschen tatsächlich möglich?
- Was läuft automatisch?
- Was ist heute noch relevant?
- Was ist wirklich deins?
- Was steht dir tatsächlich zur Verfügung?
- Was wird möglich, wenn sich etwas davon verändert?
Daraus ist Bewusstseinsarchitektur entstanden.
So arbeite ich →Und dann bin da noch ich.
- ALL-AACHT-Kampfkunst und Körperarbeit.
- Struktur und Neugier.
- Präzision und Offenheit.
- Tiefe und trockener Humor.
Das gehört alles zu mir.
Für Frauen, die andere begleiten.
Du arbeitest als Therapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coachin oder Beraterin. Du begleitest selbst Menschen professionell, oft seit vielen Jahren.
Du kannst reflektieren. Du erkennst bei anderen oft sehr schnell, welche Dynamik gerade läuft.
Du kannst sehr gut darin sein, andere Menschen zu begleiten und bei deinen eigenen Stellen trotzdem nicht so frei reagieren, wie du eigentlich möchtest.
Du musst mir nicht beweisen, wie reflektiert du bist. Und ich muss dir nicht erzählen, dass ich besser als du weiß, was mit dir los ist.
Ich führe den Raum. Nicht dein Leben.
Ich mache Dinge ungern größer, als sie sind. Aber auch nicht kleiner.
Nicht jede Reaktion braucht eine Analyse.
Nicht jede schwierige Woche ist ein Entwicklungsthema.
Und manches verdient einen sehr genauen Blick.
Tiefe, wenn Tiefe nötig ist. Ansonsten: Leben.
Was ist alles möglich?
Du bist dir noch nicht sicher? Der erste Schritt.